Wir sind Nebelstupfer!




Geschichte

Die erste Erw├Ąhnung Gr├╝nenbaindts stammt aus dem Jahre 1183. In diesem Jahr nahm Papst Lucius III. das Stift St. Moritz in Augsburg in seinen Schutz und best├Ątigte u.a. auch ÔÇ×mansum unum in GrunenpiuntÔÇť. Wann dieser Hof entstanden ist, wo er gelegen war, wissen wir nicht. Gr├╝nenbaindt ÔÇ×daz DorffÔÇť wurde im Jahre 1324 im Auftrag des Augsburger Patrizier Heinrich Portner von dem aus Welden stammenden Reutmeister Ludwig den Ryffen, f├╝r den Lohn des oben genannten Hofes und Grundst├╝cken aus dem Wald gerodet und besiedelt. Somit entstand entlang der damaligen Heer- und Handelsstra├če Augsburg ÔÇô Ulm, die ├╝ber Freihalden und Jettingen nach G├╝nzburg f├╝hrte eine Siedlung mit zwanzig Bauernanwesen und einem Pfarrhof samt Kirche.

Notgedrungen war die Patrizierfamilie Portner gezwungen, das Dorf im Jahre 1372 zu verkaufen. So gelangte es nach mehrfachem Besitzerwechsel 1506 teilweise und 1557 nun vollst├Ąndig an die Ritter Stain zu Jettingen, welche schon zuvor im Jahre 1505 die Herrschaft Wolfsberg bzw. Steinekirch erworben hatten. Beim Verkauf dieser Herrschaft im Jahre 1589 ging somit auch Gr├╝nenbaindt an das Domkapital zu Augsburg ├╝ber. Nur der Wegzoll an der wichtigen Handelsstra├če wurde ausgenommen und verblieb bis ins 18. Jahrhundert im Besitze der Herren von Stain. Dieser Zoll, der denen von Stain 1579 von der Markgrafschaft Burgau verliehen worden war, zum Preis des Stra├čenunterhalts, brachte reiche Ertr├Ąge. Das Dorf wurde dem Pflegeamt Dinkelscherben zugeordnet und verblieb im Besitz des Domkapitls, bis es im Zuge der S├Ąkularisation im Jahre 1803 an Bayern kam. Von 1862 bis 1929 geh├Ârte Gr├╝nenbaindt zum Bezirksamt Zusmarshausen und ab 1929 zum Bezirksamt Augsburg, das ab 1939 dann als Landkreis Augsburg bezeichnet wurde.

Die Pfarrkirche St. Peter und Paul, die den Mittelpunkt des Dorfes bildet, stammt zum gro├čen Teil noch aus der Zeit vor dem 30j├Ąhrigen Krieg. 1882 wurde das Langhaus vergr├Â├čert und in den Jahren 1927, 1947/48 und1993/94 in der Gesamtheit renoviert.

Am westlichen Ortsausgang steht unter vier gro├čen Linden die St. Leonhardskapelle. Diese wurde im Jahre 1767 von der Familie Hartmann aus Dankbarkeit f├╝r die Wiederauffindung von entlaufenem Vieh errichtet

Am 02.10.1968 beschloss der Gemeinderat von Gr├╝nenbaindt die Annahme eines eigenen Wappens.
Die Beschreibung des neuen Wappen lautet:

ÔÇ×Gespalten von Rot und Gold; vorne ein gest├╝rzter silberner Schl├╝ssel, hinten ├╝bereinander drei schwarze Wolfsangeln"
Der Inhalt des Hoheitszeichens ist wie folgt zu begr├╝nden:
Gr├╝nenbaindt ist ein Rodungsdorf, dessen Ausbau auf die Initiative der Augsburger B├╝rgerfamilie Portner seit 1324 zur├╝ck geht. Sp├Ąter kam der Ort in den Besitz der schw├Ąbischen Adelsfamilie Stain zu Jettingen und Rechtenstein und galt als Bestandteil der Herrschaft Wolfsberg. Von 1589 bis 1803 besa├č das Domkapitel Augsburg die wichtigsten Besitz- und Herrschaftsrechte. Zur Darstellung der Ortsgeschichte dient aus diesen Gr├╝nden der Schl├╝ssel aus dem Portner-Wappen in den Farben Rot-Wei├č des Hochstifts Augsburg; dazu erscheinen Wolfsangeln, die dem Wappen der Freiherren von Stain entnommen sind. Die heraldische Gestaltung und die k├╝nstlerische Ausf├╝hrung des Wappens entsprechen allen Voraussetzungen. Es unterscheidet sich auch hinreichend von bereits bestehenden Gemeindewappen in Bayern. Die Gemeinde kann auch eine eigene Fahneannehmen, f├╝r deren Ausf├╝hrung die Wappenfarben ma├čgebend sind. Die Figurenfarbengehen den Feldfarben vor; eine Fahne mit drei Streifen ist daher in der Farbenfolge Wei├č-Rot-Gelb auszuf├╝hren. Der Fahne kann das Wappen aufgelegt werden.

┬áIm Zuge der Gebietsreform verlor Gr├╝nenbaindt seine Selbst├Ąndigkeit und wurde am 01. Mai 1978 dem Markt Dinkelscherben zugewiesen.

Ein H├Âhepunkt der j├╝ngeren Dorfgeschichte war mit Sicherheit das Jahr 1997, in dem Gr├╝nenbaindt den 19. Bundeswettbewerb ÔÇ×Unser Dorf soll sch├Âner werden" gewann.

Wir Gr├╝nenbaindter wohnen im westlichen Landkreis Augsburg in der sch├Ânen Reischenau auf ca. 510 m H├Âhe ...

 ... und hier fühlen wir uns wohl!